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"Mein Akku wird mit Absicht leer!" - bewusst offline sein
10.03.2026Damals, vor 40 Jahren waren „unsere menschlichen Akkus“ voller Leben und niemals leer:
„Kinder“ der 80ziger erlebten die Welt noch ohne Handy und ohne PC, tanzten zu Modern Talking, Madonna und Michael Jackson, hörten Depeche Mode und Wolfgang Petrys „Verlieben, verloren, vergessen, verzeih’n“, wollten „Spaß“ mit Markus und ließen mit Nena die „99 Luftballons“ steigen. – Über die Sinnhaftigkeit der Texte der Neuen Deutschen Welle ließ sich streiten, aber weißt du – als Kind der 80ziger – dass…? - Trio („Da, da, da“) und Nicole („Ein bisschen Frieden“) vereinten sich nach dem Verlieren einer Wette in einem gemeinsamen Lied: „Ich hab‘ dich doch lieb!“
Popper, Punks, Grufties, Wave und Rocker sorgten für eine gewisse Polarisierung in den 80zigern; mitunter knallbunte, neonfarbene Kleidung, Schulterpolster, Leggings und Stulpen, Dauerwelle und Vokuhila (vorne kurz, hinten lang) dominierten den Look.
Der erste Walkman (zum Abspielen von Kassetten) ermöglichte mobilen Musikgenuss.
„Forever young“ (Alphaville) bleibt leider niemand: Heute – 40 Jahre später – sind aus den Jugendlichen Erwachsene geworden. So, wie wir, als mancher Lehrer. Staunend lauschten wir im Projekt …
Wir sind im digitalen Zeitalter angekommen, sprechen über push – Benachrichtigungen, infinite scrolling, exzessive Mediennutzung, pay-to-win, streaks, Lootboxen, Autoplay usw. - Digitale Medien, soziale Netzwerke, Online-Games und Smartphones als feste Bestandteile des Alltags bieten Unterhaltung, Austausch und Informationen, birgen aber gleichzeitig die Gefahr des übermäßigen, sprich‘ exzessiven, Medienkonsums in sich.
Das zweitägige Projekt setzte sich mit Chancen und Risiken digitaler Medien auseinander.
Ziel des Projekts war es, das Bewusstsein der Jugendlichen für ihren eigenen Medienkonsum zu stärken und mögliche Suchtgefahren zu thematisieren. Im Mittelpunkt standen dabei sowohl Selbsterfahrung als auch Wissensvermittlung. Unsere Patienten reflektierten im Wechsel zwischen Informationsphasen und der Arbeit in Kleingruppen ihr eigenes Nutzungsverhalten, lernten Hintergründe zu Mechanismen von Social Media und digitalen Spielen kennen, diskutierten mögliche Auswirkungen auf Alltag, Gesundheit und soziale Beziehungen und entwickelten durch Selbstreflexion, Austausch und Wissenszuwachse gemeinsam Strategien für einen bewussteren Umgang mit digitalen Medien.
…. Und es folgte ein amüsantes Resümee am Schluss - man kann ja einfach mal das Akkus des Handys bewusst leer werden lassen … und das Offline-Sein genießen, so, wie vor 40 Jahren. ;-) (kl)
++++ mehr Infos zum Projekt: hier
(MEKOSAX:
"Verzockt und versunken - exzessiver Medienkonsum und Suchtgefährdung durch soziale Netzwerke und digitale Spiele")++++
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